Sikh-Identität

Das Wichtigste zu den Erscheinungsmerkmalen der Sikhs

EInzigartigkeit des Sikh-Turbans

In kaum einer anderen Tradition wird die Kopfbedeckung, wie bei den Sikhs, mit ungeschnittenen Haaren in Verbindung gebracht. 

Durch seine einzigartige Bedeutung, repräsentiert der Turban die Identität der Sikhs. Erkennbar sind die Sikhs daher durch die kunstvoll gebundene Dastaar (Turban). Die Dastar symbolisiert Gleichberechtigung, Gerechtigkeit sowie eine spirituelle Lebensweise.

Die traditionelle Bekleidung der Sikhs nennt sich Bana. Ein bequemes und langes Gewand für Männer und Frauen. Dazu gehören auch die besonderen Merkmale des Khalsa, die sog. fünf Kakaar, die durch die Khalsa-Gemeinschaft eingeführt wurden

Kanga - der holzkamm

Der Holzkamm kommt zum Einsatz um die Hygiene der Haare zu gewährleisten. Er wird unter dem Dutt eingesteckt, sodass er zu jeder Zeit vorhanden ist. Sikhs kämmen sich das Haar zweimal am Tag und waschen sie täglich.

Karha - Der eiserne armreif

Der Armreif aus Eisen wird in der Regel am rechten Arm getragen und dient als Identitätsmerkmal. Er wird ebenfalls zum Schutz vor Angriffe wie z.B. Schwerthiebe genutzt. Er symbolisiert Bodenständigkeit und die Unendlichkeit der Seele, ohne Anfang und ohne ein Ende.

Kes & keski- Die Haare & der Turban

Die ungeschnittenen Haare werden durch die Dastaar bedeckt. Sie dienen als Ausdruck eines einheitlichen Lebens (im Einklang) mit den Naturgesetzen der Schöpfung und werden nicht durch Eingriffe wie Schneiden und Entfernen von Haaren verändert. Der Mensch, so wie von den Naturgesetzen erschaffen, wird als vollkommen und schön angesehen, an dem es nichts zu verändern oder zu verbessern gibt.

Kirpan - das kleine schwert

Dieser wird getragen damit ein Khalsa sich für die eigene Verteidigung und die der Mitmenschen einsetzen kann. Der Fokus liegt hier bei der Selbstverteidigung und nicht zur Selbstjustiz.

Kachha - die Shorts

Weiße Baumwollshorts als Symbolisierung zur Kontrolle der Begierde. Sie dienen ebenfalls dem praktischen Zweck der extremen Beinfreiheit und werden unter der alltäglichen Kleidung getragen.

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In den letzten 300 Jahren waren männliche Sikhs leicht an ihren langen, ungeschnittenen Haaren zu erkennen, die mit einem Turban bedeckt waren. In der traditionellen indischen Gesellschaft trugen insbesondere nur Männer mit hoher Kaste oder die Elite der herrschenden Klasse, Turbane. Da Guru Gobind Singh von allen Sikhs verlangt, Turbane anzulegen, sah er alle Menschen als edel an. Sikh-Frauen befolgen den gleichen Lebensstil, dieselben Symbole, Regeln und Verhaltensweisen. Junge Sikh-Jungen bedecken, anstatt einen Turban zu tragen, oft ihr ungeschnittenes Haar, das in einem Knoten verknotet ist, mit einem einfachen Stück Stoff.

Zusammen mit den zuvor genannten physischen Identifikatoren hat Guru Gobind Singh die Khalsa-Gemeinschaft weiter unterschieden. In der indischen Gesellschaft offenbart der Name eines Individuums seine Kaste und seinen sozialen Status. Guru Gobind Singh befreite die Sikhs aus dem starren Kastensystem, indem er befahl, dass alle Sikh-Männer den Nachnamen „Singh“ (Löwe), und Frauen den Nachnamen „Kaur“ (Prinzessin) und damit ihre Kastenidentität. 

Jedes Jahr gedenken Sikhs weltweit die historischen Ereignisse von Vaisakhi 1699 als einen Meilenstein in der Geschichte von Sikh, als Guru Gobind Singh die Gründung der Khalsa verordnete und die Nation der Sikhs formte.

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