Der Tod wurde auf unterschiedliche Weise interpretiert. Nach dem allgemeinen Konzept, wird der Tod als das Auslöschen des Körpers und der Sinnesorgane angesehen. Den Lehren des Gurus zufolge ist der Tod das Vergessen Gottes. Guru Nanak sagt: " ich lebe, wenn ich an ihn denke; Wenn ich ihn jedoch vergesse, sterbe ich." Es ist diese Vergesslichkeit Gottes, die den Menschen in den Kreislauf von Geburt und Tod steckt.

 

Die Sikhi wurde Messers schneide entstanden. Guru Gobind Singh, der zum Zeitpunkt der Entstehung der Khalsa-Gemeinschaft seine Sikhs versammelte, stellte sie vor der Mutprobe um die Bereitschaft für den Tod (das Opfern des Lebens) zu testen. Der Khalsa deckt die beste Art zu sterben, Tod in der Schlacht, während man für die Armen, die Bedürftigen oder Unterdrückten oder Gerechtigkeit kämpfend stirbt.

 

Nach Sikhi, ist der physische Tod weder schmerzhaft noch schrecklich. Alle müssen sterben, weil der physische Rahmen dem Verfall unterliegt. Aber es gibt so etwas wie eine Kunst des Sterbens. Es bereitet eine Freude, bei der Aussicht auf einen kommenden Tod. Auch verursachen den eifrigen Anhängern die schlimmsten Qualen keine Angst.

 

Schauen wir uns die Sikh Märtyrer an. Es ist kein Witz Gelenk für Gelenk geschnitten zu werden, Lebendigen die Haut abgezogen zu haben, lebendig gesägt zu werden, vor den Mund der Kanonen geblasen zu werden, oder unter den Rädern einer Lokomotive zerquetscht/überfahren zu werden. Märtyrer sind die wahren Sieger über den Tod.

 

Diejenigen, die die Kunst des wahren Lebens kennen, kennen auch die des wahren Sterbens. Das wahre Leben ist das sterben des Egoismus und leben bis zu Gott. Das wahre Sterben ist das Privileg der Tapferen, die für einen großen Zweck sterben. Grundloses Sterben, bringt der Menschheit nicht viel.

 

Man verdient die Befreiung wenn man den Tod zu Lebzeiten erobert. Der Tod jagt gewöhnlichen Menschen den größten Schrecken ein. Sie haben Angst, weil sie keine Fortschritte auf der geistigen Ebene vollbracht haben. Sie fühlen sich besorgt über ihre Sünden und die Angst vor der Bestrafung für ihre Missetaten.

 

Ein wahrer Verehrer des Gurus begrüßt den Tod als Freund und als Wohltäter, weil er sich auf eine Befreiung von diesem Kreislauf des Leben und Todes freut. Er weiß, dass es durch das Tor des physischen Todes ist, dass er in der Lage sein wird, seinen geliebten Herrn zu umarmen und für immer Heimkehrt, von wo er kam. Das Verlassen des Körpers ist nichts anderes als ein Tor zur Göttlichkeit und Ewigkeit.